Ausgabe 10

SitzPlatzFuss 10

(Januar – Februar – März 2013)


Viele  interessante Themen und auch das eine oder andere, welches kontroverse Diskussionen auslösen könnte – folgende Artikel finden Sie in SitzPlatzFuss 10:

Positive Psychologie für Hunde: Aus der Psychologie wissen wir, dass positive Emotionen und eine optimistische Grundeinstellung immunisierend gegen das Auftreten von Verhaltensstörungen wirken. Funktioniert das auch bei Hunden?

Clickertraining in der Verhaltenstherapie: Für so manchen ist Clickertraining gleichbedeutend mit beziehungslosem Konditionieren, für andere dagegen ist der Clicker DAS Symbol moderner, positiver Trainingsmethoden. Was bewirkt Clicker- oder Markertraining bei Verhaltensproblemen?

Methodenvielfalt – Sachlicher Diskurs über ein emotional besetztes Thema: Ein alter Spruch besagt, dass zwei Trainer sich in der Regel nur darauf einigen können, dass ein dritter Unrecht hat. Unter den Anhängern verschiedener Trainer und Trainingsmethoden wird oft mit harten Bandagen gekämpft. Warum eigentlich? Vielleicht tut es gar nicht weh, einmal über den Tellerrand zu schauen!

Das EMRA™-System zur Einschätzung von Verhaltensproblemen und deren Therapie wurde im englischen COAPE-Institut entwickelt und bietet einen neuen, emotionsorientierten Blick auf Hundeverhalten.

Sind Skandinavier eigentlich die besseren Trainer? Oder wie kommt es, dass skandinavische Teams seit Jahren die Obedience-Weltspitze besetzen?

Cesar Millan – Hundeflüsterer oder Tierquäler? Kaum jemand spaltet wie er in echte Fans und heftige Kritiker. Was ist das Geheimnis seines medialen Erfolgs? Und was ist von seinen Methoden zu halten?

Der Wolf im Schafspelz – Der Schutzhund der Hirten. Macht die Rückkehr des Wolfes auch in Deutschland den Einsatz von Herdenschutzhunden sinnvoll?

Taubheit beim Hund: Wenn der Vierbeiner im Alltag öfter mal „nicht hört“, denken die meisten Hundebesitzer nicht unbedingt an Taubheit. Wie entsteht Taubheit beim Hund? Wie weit ist die Forschung bezüglich eines Gentests? Und vor allem: Wie sieht der Alltag eines tauben Hundes aus?

Hoopers Agility – Brauchen wir noch einen neuen Hundesport? Die Antwort der Autoren lautet eindeutig: Ja! Und sie verraten auch, warum gerade Hundesportsenioren neue Lebensqualität gewinnen, wenn sie statt in Rente durch den Hoopers Parcours geschickt werden.

 

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2 Gedanken zu „Ausgabe 10

  • 22. Januar 2013 um 14:44
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    Ich möchte hier doch für den Artikel „Methodenvielfalt“ die Lanze brechen (Ausgabe 10). Ich finde, Fr. Winkler hat genug dargelegt, mit welchen Mitteln versucht wird sich zu positionieren, was dabei unseriös, teils unanständig ist und wie jeder für sich Kriterien anlegen kann um eine Hundeschule zu finden. Bereits in früheren Ausgaben wurde dargelegt, dass am Schluss alle mit Wasser kochen, egal was für eine „Methode“ verwendet wird. Und dieses Wasser ist nunmal die Lerntheorie und damit Pavlov, Skinner, Thorndike.
    Konditionierung in diesem Sinne heisst Lernen, also neurobiologische Prozesse die auch das Emotionszentrum betreffen. In diesem Sinne aber, gibt es tatsächlich diese Dualität von Strafe und Belohnen. Als Strafe bezeichnet werden Reize, die die Fähigkeit haben, die Auftretenswahrscheinlichkeit eines Verhaltens zu senken; und Belohnen sind Reize die die Wahrscheinlichkeit erhöhen. – operational definiert. Egal ob Beziehungsarbeit oder ein Sitz: dahinter stecken neurobiologische Prozesse des kognitiven wie emotionalen Lernens.
    Ich glaube, Fr. Winklers Anliegen war nicht darzulegen, was es alles auf dem Markt so gibt (und die Lerntheorie wurde in älteren Ausgaben behandelt), sondern kritisch zu beleuchten was unter Methodenvielfalt so alles abgehandelt wird. Und Anregungen gegeben, wie jeder eine Hundeschule für sich findet.
    Ich finde die Kritk Fr. Winkler, dass viele Hundeschulen sich definieren durch das was sie nicht tun wie die andere Hundeschule, durchaus berechtigt. Ich selber habe mich vor langer Zeit an die Nase gefasst und auf meiner Website deswegen die Texte so gestaltet, dass als Subtext meine Einstellung durchsickert, in der Art und Weise wie und was ich schreibe. Ich denke, im Moment fehlt es an beruflicher Identität in der Szene.
    Vlt. kann es in einem anderen Artikel Raum finden, das Thema Beziehung, Beziehungsverhalten, Tagesaktivität mit dem Hund und drgl. mehr. Das wäre sicher eine Anregung.

  • 4. Januar 2013 um 22:30
    Permalink

    Leserbrief zum Artikel „Methodenvielfalt“ von Sabine Winkler – Sitz-Platz-Fuß Nr. 10

    Mit Spannung erwartet – mit Ernüchterung gelesen

    Da beginnt der Artikel vielversprechend schon mit dem zweiten Wort „Hundeerziehung(smarkt)“ und läßt die Hoffnung keimen, hier hätte sich die Autorin tatsächlich um Aufklärung und differenzierte Darstellung der unterschiedlichsten Umgangsformen mit dem Hund bemüht. Doch schon nach dem fettgedruckten Intro folgt die ernüchternde Erkenntnis: Keine Spur mehr von Differenzierung. Es folgt ein wüstes Durcheinander der Begriffe „Erziehung“, „Training“, „Ausbildung“, „Gehorsamkeit“, allein der Begriff der „Dressur“ fehlt komplett, obwohl das Nachfolgende am Besten damit zu beschreiben wäre.
    Als Otto-Normal-Familienhundbesitzer möchte ich aber nichts wissen über „Methoden“ meinem Hund etwas beizubringen. Nicht „Rolle“ oder „Gib mir fünf“, noch „Plaaaaatz!“ oder „Auuuus!!“

    Ich möchte erfahren, warum mein Hund was tut, wie ich ihn erziehen kann, eine Bindung aufbauen, wie ich ihn unterstützen kann, damit er sich in unserer menschlichen Welt zurechtfinden kann, ohne jemanden dabei zu belästigen. Kurzum, wie ich aus ihm einen gesellschaftsfähigen, unauffälligen Begleiter machen kann und gleichzeitig seine Bedürfnisse berücksichtigen.

    Ich lebe fast 24 Stunden mit meinem Hund zusammen, wie ist diese Zeit mit ihm und für uns beide (auch für den Hund!) sinnvoll zu gestalten, wo sind SEINE Bedürfnisse und in welcher „Methode“ wird dies berücksichtigt?

    Aber da liegt auch schon das eigentlich Problem: Die Wortwahl hätte es ahnen lassen müssen. Es geht um Methoden (Methode = …mehr oder weniger planmäßiges Verfahren zur Erreichung eines Zieles…“ Wikipedia). Also geht es um „Trainingsformen“, „Methoden“, dem Hund etwas anzutrainieren, was er ohne „Training“ vermutlich nie tun würde?
    Es geht also nicht um Erziehung und Beziehung?

    Weiterhin hat mich Ihre Darstellung aversiver Ausbildungsmethoden stark irritiert. Als gäbe es nur die beiden Möglichkeiten der Belohnung oder Bestrafung…

    Abgesehen davon, daß der aktuelle Stand der Wissenschaft (Max-Planck-Institut) längst „die alten Ansätze von Behaviorismus“ aus dem Köpfen bekommen möchte und das „Hunde-Training“ ausschließlich über Konditionierungen als dem Hund nicht gerecht werdend darstellt (s. Dr. Kaminski: „Nur Hunde verstehen den Menschen!“), kann es nicht sein, daß in Zeiten fliegender Blechnäpfe aversive Reize aus dem Bereich der klassischen Konditionierung von der Autorin verharmlosend und/oder den Profis vorbehaltend dargestellt werden: „Werden solche Mittel (aversive Reize) nicht übermäßig stark oder oft und fachlich richtig eingesetzt (zum Beispiel im richtigen Moment, in angemessener Stärke und so weiter), bereiten sie dem Hund zwar eine Zeit lang Unbehagen, bis er das Gewünschte gelernt hat, aber der Lernprozess geht relativ zügig. Unter diesen Umständen kann man dies als zumutbar ansehen.“ (SitzPlatzFuß 10 Artikel Methodenvielfalt Seite 27)

    Ernüchternd und enttäuschend. Schade!

    Mit freundlichen Grüßen
    Susanne Last HundeErziehungsBeratung und Tierheilpraktikerin

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