Neue Wege und Achterbahn der Gefühle. PTBS-Assistenzhund Vroni, Teil 2

Vroni1LESEPROBE aus SPF 17, von Uschi Loth

In der SPF-Ausgabe 16 haben wir Ihnen Peter Mittler vorgestellt, der mithilfe von Uschi Loth seinen Welpen Vroni zum Assistenzhund für Posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS) ausbilden möchte. Wir werden das Team auf ihrem Weg begleiten. Teil 1 der Reihe können Sie auf unserer Website www.sitzplatzfuss.com nachlesen. Inzwischen ist die Großpudeldame Vroni 22 Wochen alt und hat sich zu einer bildhübschen Junghündin entwickelt. Wir können auf die ersten Erfahrungen zurückblicken.

 

Das Experiment mit dem Welpen

Der normale Ausbildungsverlauf eines Assistenzhundes sieht vor, dass der Welpe zunächst seine Sozialisierung und Grunderziehung in einer ausgesuchten und speziell vorbereiteten Patenfamilie erlebt. Diese erste Phase ist mit sechs Monaten abgeschlossen. Der junge Hund muss in dieser Zeit eine ganze Liste von Umweltreizen, Eindrücken und Schauplätzen unseres täglichen Lebens positiv kennenlernen.

Peter Mittler und ich, wir waren uns von Anfang an einig, dass die kleine Vroni bereits mit acht Wochen bei ihm einziehen sollte und dass wir diese wichtige Phase im Leben des jungen Assistenzhundes gemeinsam meistern wollen. Wir haben die Probleme lange diskutiert und uns dabei nichts vorgemacht: Ein junger Hund ist zum Beispiel nicht stubenrein und würde vielleicht auch nachts noch mehrmals raus auf die Wiese getragen werden müssen. Peter Mittler oder seine Partnerin müssten die Grunderziehung mit mir gemeinsam leisten. Schon dabei würde eine Menge an Arbeit und auch Belastung auf die beiden zukommen. Tierarztbesuche, der erste Hundefriseurkontakt, die wichtigen Ausflüge vom Bahnhof bis hin zum Einkaufszentrum – die Liste der Aufgaben (siehe Kasten) und auch Bedenken war erstaunlich lang.

Die Frage war, ob diese Probleme lösbar sein würden und ob sie durch den Gewinn einer hoffentlich intensiven Bindung und positiven Ansporns für Herrn Mittler kompensiert würden.

Wir wagten diesen Ausbildungsgang, wobei ich mir als Trainerin durchaus bewusst war, dass ich unter Umständen sehr große Teile der anstehenden Aufgaben selbst zu übernehmen hätte. Heute kann ich sagen, dass wir die Entscheidung für diese beiden richtig getroffen haben. Peter Mittler und seine Vroni sind schon jetzt zu einem Team zusammengewachsen und Herr Mittler sagt, er könne sich ein Leben ohne seinen Hund gar nicht mehr vorstellen.

Vroni ist bereits jetzt in der Lage, im Haus die meisten von Peter Mittlers Stimmungen wahrzunehmen und sich anbahnende Tiefs zu erkennen. Sie sucht dann völlig selbstständig deutlich seine Nähe, schmiegt sich an ihn und hilft ihm so ein Stück weit aus seiner Angst heraus. Das Wichtigste aber ist wohl, dass sich der Weg als vorläufiges Ziel herausgestellt hat: Die Notwendigkeit heute zum Beispiel, mit dem jungen Hund an den Bahnhof zu gehen, um dort Menschen und Zügen zuzusehen, hat Herrn Mittler den Antrieb gegeben, genau dies auch zu tun. Jeder Schritt war immer wieder eine große Überwindung mit wechselnden Ängsten. Manchmal schienen sie für den einen oder anderen Tag auch unüberwindlich. Dann mussten wir einen Schritt zurückgehen und vielleicht irgendwo ganz abseitsstehen, wo keine anderen Menschen waren.

Beim nächsten Mal konnten wir dann jedoch an das Erreichte anknüpfen und uns langsam vortasten. So hat Vroni in den vergangenen Wochen all das kennengelernt, was ein junger Hund erleben sollte. Die Bindung und Liebe zu seiner Vroni half Herrn Mittler dabei, seinen Ängsten immer wieder zu trotzen, denn die Alternative wäre gewesen, dass ich ohne ihn mit Vroni losgegangen wäre. Wir sind beide sehr stolz darauf, dass Herr Mittler diese Möglichkeit bisher nicht in Anspruch genommen hat.

Uns allen war bewusst, dass Vroni eine sehr gute Grunderziehung bekommen musste. Beide, Peter Mittler und seine Partnerin, haben vorbildlich mit der entsprechenden Konsequenz daran gearbeitet. Vroni wurde bezüglich der Leinenführigkeit nach der sogenannten dualen Methode ausgebildet, das heißt, sie trägt Halsband und Geschirr gleichzeitig. Am Halsband läuft die junge Hündin inzwischen weitgehend perfekt an durchhängender Leine neben Herrn Mittler her. Wir verwenden hier das Signalwort „Bei“. Das schafft sie sogar, wenn er einen Einkaufswagen schiebt. Am Geschirr darf Vroni auch mal rechts und links schnüffeln und einfach Hund sein.

 

Was ein junger Assistenzhund kennenlernen muss

  • Verschiedene Untergründe (Beton, Holz, Gitter, Kies etc.)
  • Straßenverkehr und -lärm, Ampelphasen
  • Alle Elemente einer Stadt (Markt, Einkaufzentrum, Fußgängerzone etc.)
  • Autofahrten
  • Bahnhof, Zug, Bus, Straßenbahn
  • Aufzugfahren
  • Verschiedene Treppen drinnen und draußen
  • Jogger, Fahrradfahrer, Skater, Inliner
  • Feuerwehr, Rettungswagen, Polizei
  • Gaststätte
  • Sozialisierung mit verschiedenen Hunderassen
  • Sozialisierung mit unterschiedlichsten Menschen
  • Behinderte, Rollstühle, Gehhilfen
  • Wasser
  • Tierpark, Zoo oder Bauernhof

 

Akribische Vorbereitung ebnet den Weg

Eine wichtige Voraussetzung für ein stressfreies Arbeiten im Ort war die sorgfältige Vorbereitung durch Herrn Mittler. Er hatte im Vorfeld die Behörden und Geschäfte angeschrieben, seinen Fall geschildert und darum gebeten, dass Vroni die Genehmigung zum Betreten der entsprechenden Gebäude bekäme, denn nur so könne er mit seinem Hund zusammen den Weg in die Öffentlichkeit zurückfinden. Ich war begeistert und auch ein wenig erstaunt, mit welch offenen Armen die beiden aufgenommen wurden. Alle Zentralen der ortsansässigen Lebensmittelgeschäfte bestätigten Herrn Mittler, dass er herzlich willkommen sei, und gaben ihm einen entsprechenden Brief mit. Wir konnten also guten Mutes zu unserem ersten Lebensmitteleinkauf starten.

Das Personal war zunächst versucht, uns hinauszukomplimentieren, ließ sich aber durch das Anschreiben überzeugen und erwies sich dann als sehr freundlich und kooperativ. Herr Mittler schob den Einkaufswagen – auch um sich daran festzuhalten – und ich führte Vroni auf seiner Höhe neben ihm her. Blieb er stehen, weil er eine Pause brauchte, so platzierte ich Vroni hinter ihm quer sitzend. So soll sie ihm später den Rücken freihalten. Eine echte Herausforderung war die Warteschlange an der Kasse. Wir kamen nur schrittweise vorwärts und Vroni musste immer nachrücken und sich erneut quer absetzen. Wir beide hielten ihm den Rücken frei. Ich sah, dass Herr Mittler schwitzte, aber wir hatten es schließlich geschafft. „Wieder einen Schritt weiter“, konnte er lächelnd sagen, auch wenn es für diesen Tag genug war.

In jedem Fall hilfreich war die Kenndecke, die Vroni eindeutig als Assistenzhund in Ausbildung kennzeichnet. Nur so konnten wir uns viele Fragen ersparen und auch nachhaltig um Verständnis bitten, wenn Passanten die süße Pudelhündin zu gern gestreichelt hätten. Vroni soll und muss sich auf „ihren Menschen“ konzentrieren und darf sich nicht von Fremden ablenken lassen. Sie muss zu anderen Menschen die notwendige Distanz wahren, um genau diese Distanz für ihren Menschen einzufordern, wenn er sie braucht.

Vroni2

Das Teufelchen in meinem Kopf

Immer wieder hat Herr Mittler mir die Frage gestellt, warum er denn gerade jetzt und so plötzlich von einer seiner Panikattacken überfallen würde. Die Frage nach dem Warum konnte ich ihm nicht beantworten. Die Attacken kamen ebenso plötzlich wie unvorhersehbar. Hatten wir uns gerade noch beide darüber gefreut, wie vorbildlich die junge Vroni neben seinem Herrchen an einem fremden Hund vorbeiging, so fing Herr Mittler plötzlich an zu schwitzen und die Augen flatterten. Sein Blick suchte nach Halt und Rückendeckung. Mit der Zeit habe ich diese Symptome frühzeitig deuten gelernt.

Manchmal hatte ich den Eindruck, die Verzweiflung darüber, dass eine solche Attacke gerade jetzt in diesem Moment kam, bereitete Herrn Mittler noch mehr Probleme als die eigentliche Attacke selbst. Sein innerer Kampf gegen diese Ängste schaukelten die Situationen erheblich auf.

Da wir schon keine Ursache finden konnten, gaben wir dem Ereignis wenigstens einen Namen. Die Panikattacken hießen ab sofort „Teufelchen“: Teufelchen kommt, wie es will! Das können wir nicht beeinflussen. Wir überlegten, ob es nicht wichtiger sei, Maßnahmen und Wege zu finden, um Teufelchen schnell wieder zu vertreiben. Ich hatte den Eindruck, dass die Namensgebung und die Akzeptanz der Angst den Umgang damit „greifbarer“ machte. Die Vorstellung, dass jeder Mensch Ängste hat, dass es aber nur darauf ankommt, wie man sie bewältigt, ließ die Gesamtsituation hoffnungsvoller werden. Inzwischen sind wir beide erstaunt, dass Teufelchen nicht nur insgesamt kleiner geworden ist, sondern auch durchaus schon seltener kommt. Wir haben ihm den Kampf angesagt!

Darüber hinaus haben wir unser eigenes Zeichensystem entwickelt: Herrn Mittlers Stimmungsbarometer geht von eins bis zehn. Eins haben wir leider noch nie erreicht, es wäre das Optimum. Nennt Herr Mittler die „Zehn“, dann sind Notfallmaßnahmen angesagt. Im Verlauf des Trainings frage ich ihn immer wieder: „Gib mir eine Zahl!“ So kommen wir zu einer Einschätzung der momentanen Verfassung und können gegebenenfalls frühzeitig den Rückzug aus einer Situation antreten.

 

Achterbahn der Gefühle im praktischen Training

Nicht alle Trainingsstunden verlaufen so, wie ich es geplant habe. Manchmal muss man kurzfristig das Konzept umstellen, der Patient gibt die Geschwindigkeit und die Höhe der Anforderungen vor. Meine Aufgabe besteht darin, den roten Trainingsfaden im Kopf zu behalten und Herrn Mittler immer gerade an seine Grenzen zu bringen. Es ist vorher nie klar, ob das jeweilige Training in einer Talsohle oder auf einer Bergkuppe der Achterbahn verläuft. Für mich ist es wichtig, dass das Training jeweils mit einem guten Stimmungswert endet.

Morgens früh vor dem Training fand ich einmal eine Mail auf meinem Computer: „Ich gebe dir eine Zahl: 30! Heute können wir nur reden und nicht rausgehen!“ Ich antwortete: „30 gibt es nicht, aber ich komme trotzdem!“

So war also die Ausgangsbasis für diese Trainingsstunde. Mein Konzept für diesen Tag konnte ich erst einmal beiseiteschieben. Herr Mittler erwartete mich mit versteinerter Miene, Vroni wich nicht von seiner Seite. Alles war plötzlich über ihm zusammengebrochen. Seinem Umfeld gingen die Fortschritte nicht schnell genug und eine überstandene Grippe mit Medikamenten und Raucheinschränkung hatten ihn auch stoffwechselphysiologisch völlig aus dem Gleichgewicht gebracht. Er hatte einen solchen inneren Druck und Anspruch an sich selbst aufgebaut, dass nun gar nichts mehr ging. Ohne Vroni hätte er sich in eine Klinik einweisen lassen.

Er sah mich fragend an, als ich schmunzelnd sagte, er habe aber sein Teufelchen ordentlich gefüttert, dass es nun so groß und mächtig dasitze. Wir entschieden zusammen, dass er das Rauchen momentan nicht ganz aufhören konnte – auch wenn er es seiner nicht rauchenden Partnerin zuliebe so gern geschafft hätte. Und diese Empfehlung kam von mir – einer passionierten Nichtraucherin!

Des Weiteren erstellten wir eine Liste von Dingen, die wir schon geschafft hatten. Manchmal waren es ganz kleine Schritte, aber die Liste wurde immer länger. Peter Mittlers Gesichtszüge veränderten sich, eine leichte Entspannung zeichnete sich ab. Vroni, die die ganze Zeit zwischen seinen Beinen gesessen hatte, legte sich nun in ein bis zwei Metern Entfernung ab. Ein gutes Zeichen! Schließlich entschieden wir, zu einer Bank an einer Durchfahrtsstraße zu fahren, uns dort hinzusetzen und Menschen und Verkehr zuzuschauen. Es fiel der zuversichtliche Satz: „Wir packen das!“

Auf der gegenüberliegenden Straßenseite gab es einen Lottoladen. Als Herr Mittler mir eine „Sieben“ signalisierte, überlegte ich laut, ob ich nicht noch vielleicht einen Lottotipp machen könnte. Herr Mittler hatte mich zwar durchschaut, war aber durchaus bereit mitzukommen. Außerdem sollte Vroni dringend „Platz und Bleib“ im fremden Umfeld üben. Vroni wurde im Laden ihr Platz zugewiesen und rührte sich nach einmaliger Korrektur auch nicht mehr dort weg, bis wir fertig waren.

Am Samstag erwartete ich voller Spannung die Lottozahlen und hatte nicht eine einzige Zahl richtig getippt. Meinen persönlichen Jackpot hatte ich jedoch schon am Ende dieser Trainingsstunde bekommen, denn als ich Herrn Mittler zu Hause absetzte, meinte er: „Ich denke, es ist jetzt eine Vier.“ Wenn das kein Erfolg war, von 30 auf vier!

An einem anderen Trainingstag fragte Herr Mittler gleich zu Beginn, ob er für heute einen Wunsch äußern dürfe. Es war Freitag und ich wollte mich schrittweise dem Einkaufszentrum annähern. Herr Mittler wollte Vroni lieber einmal einen Bach zeigen. Schließlich stehe auf meiner Liste, dass der Hund Wasser kennenlernen müsse.

Er hatte mich überzeugt: Wir fuhren auf einen Parkplatz, von dem aus man in circa 100 Metern Entfernung zu einem wunderschönen Bachabschnitt mit kleiner Brücke gelangen konnte. 100 Meter sind für einen PTBS-Patienten unter Umständen eine enorme Strecke. Bei dieser Aussicht schaukelte sich Herr Mittler auf „acht“ hoch. Ich gab nicht nach und verwies auf unsere „Wasserbringschuld“ für Vroni. Vroni durfte von der Leine und hüpfte vergnügt den Weg entlang. Bei ihrem Anblick entspannte sich Herr Mittler etwas und war zumindest willens, seiner lebenslustigen Hündin zu folgen. Wir setzten uns am Bachufer einen Moment hin, und dann begann Herr Mittler mit Vroni ein ausgelassenes Spiel im flachen Bachwasser. Mit voller Bekleidung hüpfte er schließlich in den tieferen Bereich und Vroni, die zunächst nur am Bachufer auf und ab gelaufen war, überlegte nicht mehr lange, als ihr Mensch mitten im Wasser stand, und sprang hinterher: Erst in großen Sätzen an das gegenüberliegende rettende Ufer, dann mit sichtlich mehr und mehr Spaß an dem neuen Element

tobte mit dem Hund wie ein Kind im Bach herum und trat später tropfnass, mit strahlendem Gesicht mit mir den Rückweg zum Auto an. Er erzählte mir von einem immer wiederkehrenden Traum, in dem er am Anfang einer wunderschönen Allee steht und keinen Schritt des Weges gehen kann. „Heute bin ich gegangen“, schloss er die Stunde ab. Es war wohl unsere bisher schönste Trainingsstunde.

 

Training von Grundelementen

Zahlreiche Grundelemente der Ausbildung konnten wir spielerisch in ein ganzheitliches Training einflechten. Für alle Übungen sollte Vroni ein akustisches Signalwort und ein optisches Signal (meist Handzeichen) lernen. Das „Sitz und Bleib“ haben wir beispielsweise an einem einfachen Reifen geübt, nachdem der Hund das Grundkommando „Sitz“ schon erfolgreich ausführte. Der Reifen wurde vor den Hund gestellt und Vroni musste sich auf das Signalwort „Sitz“ bei nach oben gerichtetem Zeigefinger hinsetzen. Dann zeigte die Hand von Herrn Mittler ihr den Weg durch den Reifen. Im weiteren Verlauf hält der Trainer den Reifen, der Besitzer setzt seinen Hund wiederum vor dem Reifen ab und vermittelt ihm mit Wort und Handzeichen, dass er bleiben soll. Der Besitzer geht hinter den Reifen und ruft seinen Hund hindurch. Diese Übung kann man an jedem beliebigen Gerät trainieren, zum Beispiel auch mit dem Tunnel. Für den Hund ergibt sich ein Sinn im „Sitz und Bleib“, denn mit dem Auflösen des Signals folgt eine kleine Übung.

Das „Platz und Bleib“ lässt sich ähnlich trainieren. Das übliche Handzeichen für „Platz“ ist die flache Hand, die sich langsam zum Boden neigt. Anfangs kann dabei ein Leckerli oder aber der Futterbeutel unter der Handfläche mit dem Daumen gehalten werden. Gefüttert wird in jedem Fall zwischen den Vorderpfoten des Hundes, damit er lernt, dieses kleine Stückchen Erde zwischen seinen Pfoten zu bewachen, weil da vielleicht manchmal ein Leckerli hingelangt. Die Hunde bleiben erstaunlich schnell liegen, wenn sie sich nicht mehr auf die Hand des Menschen konzentrieren. Ist die Platzübung abgesichert, sollte aber bald auf wechselnde Orte und wachsende Ablenkung geachtet werden.

Eine Liste der mit Herrn Mittler verabredeten Signale und ihrer Handzeichen findet sich im Kasten. Mit ihren 22 Wochen beherrscht Vroni noch nicht alle Grundübungen perfekt, aber wir arbeiten täglich daran und diese Arbeit macht enorm viel Spaß!

 

Was ein junger Assistenzhund können muss

Kommando Optisches Signal Bedeutung
Sitz Nach oben zeigender Zeigefinger Hund setzt sich
Platz Flache Hand neigt sich zum Boden Hund legt sich
Steh Flache Hand waagerecht auf Höhe der Nase Hund steht
Bleib Flache Hand mit Fingerspitzen nach oben Hund bleibt in Position und am Ort
Hier Ausgebreitete Arme, lachendes Gesicht Abruf aus dem Freilauf
Fuß Auf den linken Oberschenkel klopfen Links nahe am Bein gehen
Hand Auf den rechten Oberschenkel klopfen Rechts nahe am Bein gehen
Wechsel Hund soll hinter dem Rücken die Seite wechseln
Schau Finger zeigt auf Nase des Menschen Hund soll Blickkontakt suchen
Bring Gegenstand bringen und in die Hand geben
Fertig Abbruchsignal
Okay Auflösung eines Kommandos
Touch Flache Hand mit Fingerspitzen nach unten Hundenase stupst an der Handinnenfläche
Tipp Richtungsweisende Handbewegung Hund legt Pfote auf gezeigten Gegenstand (z. B. Klingel)

 

Uschi Loth…

 studierte Tierpsychologie und Verhaltenstherapie, absolvierte eine zusätzliche Ausbildung zur Servicehund- und Blindenführhundtrainerin und bildet Diabetikerwarnhunde und Assistenzhunde aus. In ihrer Hundeschule „Hundezentrum Siegerland“ beschäftigt sie sich mit der Ausbildung sowie körperlichen und geistigen Auslastung von Hunden jeder Rasse und hilft deren Menschen beim Umgang mit schwierigen Problemhunden. Uschi Loth züchtet seit vielen Jahren Briards, hat vier erwachsene Kinder und drei Enkelkinder und lebt mit ihrem Mann und ihrem Hunderudel in Burbach im Siegerland.

Weitere Infos: www.teamwaerts.com

 

Möchten Sie mehr aus der aktuellen SPF 17 lesen? Sie können das Einzelheft versandkostenfrei hier im Cadmos-Shop bestellen!

Teile diesen Beitrag